Buch: Die Gier der Investmentbanker

20. Mai 2012 | Von | Kategorie: Buch

Das Buch "Die Gier war grenzenlos": Eine deutsche Börsenhändlerin packt aus liest sich spannend wie ein Krimi.

Das Buch von Anne T. „Die Gier war grenzenlos: Eine deutsche Börsenhändlerin packt aus“ trifft schon seit Beginn der Bankenkrise den Nerv der Zeit. Wenn auch nur ansatzweise alles stimmt, was Anne T. in ihrem Buch beschreibt, wurden wir von der selbsternannten Bankerelite in den letzten Jahren systematisch verschaukelt. Es scheint nicht nur so, dass diese Investmentbanker ganze Volkswirtschaften in die Krise geritten haben, sondern wohl auch wissentlich Privatleute, Fondsverwalter, Bankvorstände und Stiftungsmanager zu Gunsten des eigenen Profits in den Ruin getrieben haben. Natürlich muss man auch sagen, dass wir, bzw. unsere Gesetzgeber es den Investmentbankern auch sehr leicht gemacht haben. Es gibt wenige funktionierende Kontrollen und kaum Strafen.

Das Buch „Gier“ liest sich wie ein Krimi

Wenn man Anne T. glauben darf, hat auch die Elite der Wirtschaftsprüfer dieses Treiben nicht verstanden und in Aussicht auf einen gut dotierten Auftrag entsprechende Gefälligkeitsgutachten für die Branche erstellt. Auch hier haben die Kontrollinstanzen kläglich versagt.

Es scheint mir unerklärlich, warum diese Leuten nicht allesamt vor Gericht zur Verantwortung gezogen werden und derzeit schon einige Banken ihre Investmentbanker wieder hofieren und horrende Gehälter, Boni oder Halteprämien bezahlen. Die Politiker sehen bisher immer noch mehr oder weniger tatenlos zu, anstatt endlich sinnvolle Maßnahmen gegen solche Hasardeure einzuleiten. Diese Maßnahmen sollten allerdings weiter greifen. Maßnahmen sollten oder müssen mindestens Europaweit greifen, denn sonst findet die Finanzindustrie Schlupflöcher.

Die Autorin schreibt in ihrem Buch was sie als Investmentbankerin erlebt hat

Natürlich gibt es zwischen den wenigen schwarzen Schafen viele seriöse Aktienhändler und solide Anlagen. Wer es heutzutage geschickt anstellt, kann immer noch Geld mit Aktien und Fonds verdienen und das sogar mit guten Gewissen. Das Stichwort lautet Ökofonds. Unter diesem Oberbegriff findet man eine ganze Reihe von Fonds, die ihre Investments nach ökologischen oder ethischen Kriterien auswählen und auf Nachhaltigkeit bedacht sind.


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