Jamie Olivers Kochbuch: „Jamies Amerika“

30. November 2009 | Von | Kategorie: Buch, Kochbuch

Im Kochbuch "Jamies Amerika" interpretiert der englische Kultkoch amerikanische Lieblingsrezepte.

Endlich halte ich es in den Händen, Jamies Amerika sein 10tes Kochbuch. Satte 350 Seite pure Kochlust. Jamie räumt darin mit den Vorurteilen über die amerikanische Küche auf, die in den Köpfen der Menschen vor Allem aus fettigen Burgern und Fastfood im XXL Format besteht.

In seinem Kochbuch räumt Jamie mit Vorurteilen gegenüber der amerikanischen Küche auf

Das Buch gliedert sich in Regionen bzw. Staaten, da es so etwas wie „Die amerikanische Küche“ eigentlich gar nicht wirklich gibt. Im Süden der USA gibt es verstärkt die TexMex Küche, in anderen Staaten  dominiert die „klassische Indianerküche“, die Steaks, asiatisch, osteuropäisch oder italienisch inspirierte Rezepte. An den Küsten von Atlantik und Pazifik sind es dann Fisch und Meeresfrüchte.
Das Einzige, was ich immer noch vermisse, ist die typische leichte, frische und gesunde Californische Küche, die Küche Neuenglands und natürlich das volle Frühstückssortiment, angefangen bei eggs benedict bis hin zu Blaubeerwaffeln- und Pfannkuchen mit Ahornsirup und Speck.

Das amerikanische Jamie Oliver Kochbuch enthält eine Reihe unbekannter doch sehr leckerer Rezepte

Die Rezepte aber, die er in seinem Buch aufgenommen hat, sehen dafür durch die Bank hervorragend aus.

Bislang habe ich noch nichts nachgekocht, aber das wird sich in den nächsten Tagen spätestens aber am kommenden Wochenende ändern. Zunächst einmal muss ich mich mit dem Wälzer auf unser Sofa zurückziehen und es in aller Ruhe durcharbeiten. Vor einigen Wochen habe ich das Buch schon mal in einer Frankfurter Buchhandlung durchgeblättert und hätte es mir gekauft, wenn es mir nicht schon als Geschenk angekündigt worden wäre.

Wie ich vor ein paar Monaten leidvoll erfahren durfte, können die Fotos eines Kochbuchs durchaus trügerisch sein. So kaufte ich mir einerseits aufgrund einer Empfehlung, andererseits weil die Fotos ansprechend waren, das Buch Leckerbissen von Nigella Lawson. Erst als ich die ersten Rezepte nachkochte, merkte ich, dass die Rezepte nicht so  funktionierten, wie ich es von Jamie gewöhnt war, auch fand ich sie nicht so lecker, da der Pfiff, die Raffinesse fehlte. Mir drängte sich der Gedanke auf, das sie das , was ihr an Ausbildung fehlt, durch Alkohol und Fett kompensieren wollte. Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass ich die falschen Rezepte ausgewählt habe und dass alle Anderen fantastisch sind, nur habe ich keine Lust mehr, weitere Experimente zu machen. Ich verlasse mich lieber auf Bücher der Köche, die für mich schon bewiesen haben, dass ihre Rezepte einfach, schnell und praktikabel, mit einem Maximum an Genuss, sind. Die Folge ist, dass ich die knapp 20,- umsonst ausgegeben habe und mich seitdem bei den britischen Köchen auf Jamie Oliver beschränke. Daher äußere ich meine Meinung über die Qualität der Rezepte aus Jamies Amerika erst wenn ich einige nachgekocht habe, auch wenn er mich bislang kulinarisch  nicht enttäuscht hat.


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