Janet Evanovich – One for the money

22. November 2008 | Von | Kategorie: Belletristik, Buch

Janet Evanovichs erster Band um Stephanie Plum, witzig und spannend

Meine erste Begegnung mit Janet Evanovich hatte ich vor gut einem Jahr, als ich das Buch One for the money in die Hand nahm. Es wurde einer Gruppe von Krimifans als sehr heiterer und skuriler Band vorgestellt. Da ich eine Schwäche für Bücher amerikanischer Autoren habe, weil sie häufig sehr spannend und gleichzeitig humorvoll sind, sprach es mich sofort an.

Janet Evanovich schreibt humorvolle Krimis, oft mit einer Prise Erotik

Mit einigen Englischkenntnissen und etwas Geduld liest man sich aus meiner Erfahrung schnell ein, so dass es nach wenigen Seiten keinen Unterschied mehr macht, ob man das Original oder die deutsche Übersetzung liest. Für mich ist zumindest der Lesespaß größer, wenn ich es im Original lese, da es Redewendungen gibt, die in der Übersetzung äußerst albern und banal klingen, während sie auf englisch nicht gerade hohe Literatur, aber durchaus stimmig sein können.

Für alle die sich nicht an das Original herantrauen ist dieses Buch unter dem Titel „Einmal ist keinmal“ auch auf Deutsch erschienen

Im Mittelpunkt der gesamten Serie steht Stephanie Plum, die aus der Not heraus auf die Schnappsidee kommt bei einem ihrer Verwandten als Kopfgeldjägerin anzuheuern. Ihr Job ist es, Kautionsflüchtlinge zu jagen und der Justiz zu übergeben. Unterstützung bekommt sie durch allerlei unterhaltsame Personen, die mal mehr oder weniger hilfreich sind. Das Liebesleben der Stephanie Plum ist ebenso ein Thema wie ihre Familie, die immer für einen Lacher gut ist.

Janet Evanovich schrieb Liebesromane, bis ihr das zu langweilig wurde

Die komplette Serie ist aufeinander aufgebaut, so dass man die Bücher unbedingt in der korrekten Reihenfolge lesen sollte, weil immer wieder Personen auftauchen, die im vorherigen Band vorgestellt wurden. Dies gilt sogar für die Zwischenbände, die etwas außerhalb der Serie stehen, auf die aber trotzdem wenn auch nur am Rande angespielt wird.

Das was den Charme der Serie von Janet Evanovich ausmacht ist, dass er eine gute Mischung aus Krimi, Leidenschaft, Erotik und Sex ist, gewürzt mit absurden Situationen, in die Stephanie, ihre Freundin Lula und ihre Großmutter Mazur immer wieder hineinschliddern, ohne dass sie wissen wie das wieder passiert ist.

Alles in allem ist das die unterhaltsamste Krimiserie, die ich seit langem gelesen habe, was man allein daran erkennt, dass ich bisher 15 Bände in einem Rutsch in weniger als einem Jahr gelesen habe. Während unseres letzten Urlaubs in den USA im Sommer 2007 haben wir extra einen Umweg nach Hanover/New Hampshire gemacht, wo laut Website Jenifer Evanovich lebt. Ich konnte leider keine genaue Anschrift herausfinden, so blieb mir nur, ein Buch per Post an ihre PO Box zu senden, was zwar die Buchkosten verdoppelt hat, dafür habe ich jetzt wenigstens eines mit Autogramm. Trotzdem finde ich es ein wenig schade, dass ich es mir nicht persönlich abholen konnte.


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