Krimi: „Die Herzen aller Mädchen“ von Monika Geier

2. Juni 2009 | Von | Kategorie: Belletristik, Buch

Der Krimi "Die Herzen aller Mädchen" ist spannend und gut geschrieben.

Ein Krimi kann kaum weiter weg sein von den Krimis die ich bevorzugt lese, als der Monika Geiers. Hätte ich „Die Herzen aller Mädchen“ nicht geschenkt bekommen, hätte ich es mit Sicherheit nicht gelesen und während ich die ersten Seiten las, war ich mehrmals versucht, das Buch weg zulegen. Direkt vorher hatte ich einen Krimi von Marne Davis Kellogg gelesen, der so angenehm seicht war, dass man kaum denken muss, ihn auch im Halbschlaf konsumieren kann und man ohne Probleme 100 Seiten am Stück lesen kann.

Der Krimi „Die Herzen aller Mädchen“ ist spannend und gut recherchiert

Da hat das Buch der Ludwigshafenerin schon andere Qualitäten. Sie springt munter zwischen den Personen, ohne darauf hinzuweisen und verfolgt mehrere Handlungsstränge, die sich vermutlich irgendwann treffen werden. Manches ist klar, manches auch sehr verworren, wenn man sich aber die Zeit nimmt und darauf  einlässt, wird man hervorragend unterhalten.

Sie schreibt spannende Geschichten, die gut recherchiert sind und die durch ihre sorgfältig beschriebenen Charaktere lebendig werden.

Es wäre sicher besser, wenn man die Krimis in der Reihenfolge lesen würde, in der sie geschrieben wurden. Die Handlung des Krimis versteht man zwar auch so, da sich allerdings die Kriminalkommissarin Boll durch die Bücher zieht, fehlen dem Leser zwar keine wichtigen aber doch nützliche Informationen.

Monika Geiers Krimi schreibt komplexe deutsche Krimis

In diesem Band wird die Halbtagskraft Kriminalkommissarin Boll unerwartet vom BKA angefordert. Sie soll im Team die Herkunft eines wertvollen Buches und den Mordanschlag an der Mutter des Literatur-Experten Gregor Krampe aufklären. Doch anstatt als coole BKA Ermittlerin aufzutreten, bekommt sie Aufgaben, die ihr langweilig und sinnlos erscheinen. Nebenbei muss sie sich allein um die zwei Kinder ihrer verstorbenen Schwester kümmern, was nicht einfach ist.

Kommissarin Boll zeichnet sich nicht durch professionelles  Handeln aus, beginnt eine Affäre mit dem Hauptverdächtigen und setzt alles daran von dem Fall abgezogen zu werden. Es ist nur ihrem Bauchgefühl und ihrem Instinkt zu verdanken, daß sie immer zu rechten Zeit die richtigen Fragen stellt oder kleinere Rätsel löst, die dafür sorgen, daß sie nicht von dem Fall abgezogen wird.


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