Seit etwa einem Jahr hören und lesen wir täglich in allen Medien von der Krise, die sich jetzt laut der selben Medien ihrem Ende nähert. Natürlich geht es noch nicht Allen wieder gut, so hart wie erwartet hat es uns aber anscheinend doch nicht getroffen. Wenn man sich allerdings die Frankfurter Gastronomie Szene anschaut, kommen dem Gast Zweifel.
Alle reden von der Krise, aber in der Frankfurter Innenstadt scheint davon nicht viel angekommen zu sein. Wann immer ich in die Mainmetropole fahre, sind die Fußgängerzonen voll, in den Läden ist gut zu tun, die Läden suchen Mitarbeiter und die Menschen kaufen als gäbe es keine Krise. Am augenfälligsten scheint die Bereitschaft der Menschen zum Konsum in der Gastronomie zu sein.
In anderen Städten hatte ich das Gefühl, dass die Imbisse, vor Allem Asiatische Hochkonjunktur haben, doch Frankfurt scheint irgendwie eine Insel der Glückseeligen zu sein. Wie schon geschrieben, waren wir an den letzten Wochenenden das eine oder andere Mal essen und jedesmal hieß es, dass die Restaurants ausgebucht wären und wir den Tisch erst ab21:00 haben könnten. Beide Lokale gehörten nicht in die Kategorie Billigimbiss, sondern schlugen jeweils mit rund 50,- pro Person zu Buche.
Aber nicht nur die Szene Restaurants haben Konjunktur. Heute Vormittag saß ich zwei Stunden bei Starbucks und trotz der gehobenen Preise von rund €3,50 pro Kaffeegetränk (das sind immerhin rund 7,- DM; manchmal rechne ich immer noch um
) war der Laden gut gefüllt. Auch Geschäfte wie Edelfisch sind, zumindest wenn ich da bin, gut gefüllt, so sitzen reichlich Kunden an der Bar, trinken bestens gelaunt Champagner und essen Austern oder was die Küche sonst so hergibt.
Zweifelsohne gibt es derzeit nicht nur Gewinner, aber gerade in der Bankenmetropole ist schon wieder business as usual angesagt.
