Service: Obacht bei Rechnungen von E.ON Hanse

7. Januar 2012 | Von | Kategorie: Finanzen, Gemischtes

Der Service in großen Firmen ist leider nicht immer erfreulich, selbst wenn die Mitarbeiter der Hotline freundlich und bemüht sind.

Im Zusammenhang mit der fragwürdigen Insolvenz der Teldafax kommt es jetzt auch zu Ärger mit der E.ON Hanse. Wie schon in dem Artikel Opfer der Teldafax-Insolvenz beschrieben, haben wir in unserer Familie den Fall, dass E.ON Hanse für die Lieferung von Gas für 13 Tage eine Betrag in Höhe von € 462,53 in Rechnung gestellt hat.

Der Service ist nur so gut wie sein schwächstes Glied

Würde man unterstellen, dass der Betrag korrekt sei, dann würde das bedeuten, dass E.ON entsprechend € 12986,42 für ein Jahr in Rechnung stellen würde. Dabei habe ich unterstellt, dass der Verbrauch über das gesamte Jahr  identisch ist. Diese Annahme ist selbstverständlich falsch, denn natürlich  muss man davon ausgehen, dass der Gasverbrauch in der kalten Jahreszeit deutlich ansteigt, dementsprechend läge die Rechnung sicher deutlich über den Betrag von rund € 13000,-. Das ist natürlich absurd, so sehen es auch die Mitarbeiter der E.ON Hanse, mit denen ich telefoniert habe.

Die erste Rechnung war am 15.11.11 ausgestellt. Ich telefonierte am 23.11.11 mit einer Mitarbeiterin der Servicehotline, die mir sofort bestätigte, dass der geforderte Betrag unmöglich richtig sein könne. Sie stornierte umgehend die falsche Rechnung und sagte zu, dass sie eine neue korrigierte Rechnung schicken werde.

Die neue Rechnung wurde am 1.12.11 verschickt. Neu war sie, korrigiert allerdings nicht. So rief ich am 5.12.11 wieder im Service Center der E.ON Hanse an und erläuterte der Mitarbeiterin das Problem. Diese sagte ebenfalls direkt, dass der Betrag ja wohl kaum angehen könne und stornierte die Rechnung sofort. Auch dieses hilfsbereite Mitarbeiterin sagte zu, sich um die falsche Rechnung zu kümmern. Wir sollten auf die neue korrigierte Rechnung warten.

Das Service Center ist zwar bemüht aber relativ machtlos

Heute erreichte uns wieder ein Brief der E.ON Hanse. Dieses Mal steckte keine Rechnung sondern eine Mahnung in dem Umschlag.  Der Rechnungsbetrag blieb identisch bis auf die € 3,- Mahngebühr, die E.ON Hanse auf die Rechnung geschlagen hat. Also habe ich mal wieder im Service Center angerufen und einen vorzüglich geschulten Mitarbeiter erreicht.

Dieser stornierte – wieder einmal – die Rechnung inklusive der Mahngebühr und versprach sich darum zu kümmern. Natürlich bestätigte auch er sofort, dass die Höhe der Rechnung absurd sei.

Nach dieser wiederholten Reklamation wies ich den Mitarbeiter darauf hin, dass ich bei der nächsten Mahnung oder ähnlich absurdem Rechnungsbetrag die Bundesnetzagentur um Unterstützung bitten werde.

Wie kann es sein dass solch eine Rechnung drei Mal durch die Qualitätskontrolle rutscht und es niemandem auffällt, dass offensichtlich falsche Rechnungen ausgestellt werden.

Ich warte auf den nächtsen Kontakt mit der E.ON Hanse, mal schaun ob die  es diesmal in den Griff bekommen oder ob wir wirklich den Weg über die Behörde gehen müssen.

Ich berichte. Insgesamt etwa ein dreiviertel Jahr hat es gedauert, bis die E.ON eine korrekte Rechnung erstellt und zugesandt hat. Der Rechnungsbetrag belief sich auf unter € 30,-. Was lange währt wird endlich gut.


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9 Kommentare auf "Service: Obacht bei Rechnungen von E.ON Hanse"

  1. jessica sagt:

    Je mehr ich recherchiere , um so mehr keimt der Verdacht auf, dass bei e-on völlig willkürlich Rechnungen gestellt werden, in der Hoffnung, dass der dumme Kunde zahlt.
    Oder ist die Buchhaltung ueberfoerdert ? Ich habe ein Jahr Nach Einzug in die Wohung die erste Mahnung über die gesamte Jahresforderung bekommen. Vorher habe ich nie etwas von denen gehört, obwohl der Vermieter mich angemeldet hat. bei meiner Nachbarin war es genauso. Wir nahmen daher an, dass die Heizkosten im ersten Jahr in der Miete enthalten sind, da es sich um sozialen Wohnungsbau handelt.
    Die Abschläge scheinen mir ueberhoeht, die Mahnbeträge ändern sich völlig unerklärlich.
    Nach zwei Jahren in der neuen Wohnung habe ich eine Nachforderung aus meiner alten Wohnung erhalten: 140,- die angeblich irrtümlich ein anderer Kunde bezahlt habe und jetzt mir zugeordnet werden konnten (Hä?). Wie soll ich das nach zwei Jahren nachvollziehen können. Da können die mir doch viel erzählen . Ist die fehlerhafte Buchführung nun wirklich mein Problem ? Ich traue denen leider nicht mehr über den Weg.
    Aber bei den Heizungsanlagen gibt es, so weit ich weiß, nur den einen Versorger.

  2. petra sagt:

    Hallo zusammen,

    ich stehe ebenalls verärgert da über eine Stromabrechnung für einen 2 Personen Haushalt, Endabrechnung für ein halbes Jahr in Höhe von 4050,55 Euro!!!! Das ist ein schlechter Scherz! Ich habe nun Widerspruch eingelegt und hoffe auf korrekte Regelung.
    Nachdem was ich bisher alles im Internet nachgelesen habe fühle ich mich wenigstens nicht mehr allein gelassen mit diesem Wahnsinn. Es ergeht wohl sehr vielen Menschen ähnlich. Da sogar Politiker zum Boykott gegen das Unternehmen e-on aufgerufen haben, denke ich dass es wirklich an der Zeit ist, dass wir Kunden uns wehren gegen die Willkürabrechnungen.

  3. Luise sagt:

    ich ignoriere mittlerweile die korrigierten rechnungen , habe mich bemüht die sachlage zu erklären zu klären aber nix ist passiert EOn ignoriert alles also tue ich das auch in Zukunft solln sie klagen Mahnen mir egal…ich wollte schon immer mal ein par Tage in den Knast um zu sehen wie es da so zugeht:-))

  4. Luise sagt:

    aber was hat die Bundesnetzagentur mit einer EONRechnung zu tun?
    Können die eigentlich helfen wenn es nicht um Telefongeschichten geht
    im obigem Beitrag>(Nach dieser wiederholten Reklamation wies ich den Mitarbeiter darauf hin, dass ich bei der nächsten Mahnung oder ähnlich absurdem Rechnungsbetrag die Bundesnetzagentur um Unterstützung bitten werde.)???

  5. Luise sagt:

    wieso sehe ich meine Beiträge denn nun nicht hier ??

  6. Joerg Mochwitz sagt:

    Hallo.
    ,hier mein Problem.Ich habe die Jahresabrechnung fuer 2013 bekommen.Wir haben 2013 mit 3 Personen in diesem Haus gewohnt.Jetzt sollen wir fuer 6000 euro Strom verbraucht haben.Wir wohnen seit 7 Jahren hier und waren die ersten Jahre 6 Personen und hatten immer ca.1500 Euro Jahresverbrauch.Ich habe jetzt durch den Netzbetreiber den Zaehler wechseln und pruefen lassen.Der Zaehler soll korrekt sein.Seit dem Zaehlerwechsel habe ich den Stromverbrauch ueberwacht und komme auf einen Jahresverbrauch von ca.5000 kw und nicht wie von EON berechnet 22000 kw.Was kann ich tun?EON droht mir mit Stromsperre und die Zaehlerpruefung darf ich auch noch bezahlen.

    • Hallo,
      ich habe immer wieder mit EON telefoniert. Das hat fast ein Jahr gedauert, ging aber gut aus. Wäre ich nicht weiter gekommen hätte ich meine Anwältin informiert. Ein Brief vom Anwalt wirkt manchmal Wunder.

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