Egon Schiele – Tod und Mädchen

21. November 2016 | Von | Kategorie: Biografie, Kino




Tod und Mädchen ist der Name eines Gemäldes des Malers Egon Schiele Egon Schiele – Tod und Mädchen ist die spannende Biographie des österreichischen Malers. Der junge Schiele malte und zeichnete zu Beginn des 20. Jahrhunderts wie ein Besessener. Das war natürlich nicht das Besondere, sondern das Was und das Wie. Schiele war besessen von der Aktmalerei. Damit gehörte er vermutlich zu den meist diskutierten Künstlern seiner Zeit. Egons Vater starb als Egon 15 Jahre alt war, mit 16 wurde er an der Akademie der Bildenden Künste in Wien aufgenommen, die er mit 18 Jahren bereits wieder verließ, weil ihn der Alltag langweilte. Nach Verlassen der Akademie stand seine jüngere Schwester für ihn Modell.

Egon Schiele ist ein besessener expressionistischer Maler

An dieser Stelle setzt der Film an, der immer wieder mit Rückblenden arbeitet. Der Film startet am 28. Oktober 1918 mit dem Tod seiner schwangeren Frau Edith. Der Film endet knapp zwei Stunden später mit dem Tod Schieles, der von seiner jüngeren Schwester Gertrude drei Tage lang gepflegt wird. Von hier aus sieht man sein Leben als Rückblick. Schiele tat sich mit anderen jungen Künstlern zusammen um gemeinsam mit ihnen zu malen, stellt aber schnell fest, dass das nicht funktioniert. Er zieht sich aufs Land zurück, trifft Klimt und lernt dort sein Modell Wally Neuzil kennen. Die beiden kommen sich näher und es verbindet sie eine große Vertrautheit. Im Laufe der Zeit wird aus Wallys Gefühlen mehr, Egon sieht allerdings nur seine Kunst.

Egon Schiele – Tod und Mädchen ist ein bewegender Film über das Leben des Künstlers

Der Film zeigt in starken Bildern, dass er besessen war von seiner Kunst. Für sie tat er alles und sogar als er wegen Unzucht vor Gericht gestellt und anschließend frei gesprochen wird, verteidigt er seine Kunst vor den Richtern. Als sie vor seinen Augen fragliches Bild verbrennen, merkt man ihm an, dass er leidet. Zum Ende des ersten Weltkriegs wurde auch Schiele eingezogen. Auch während seiner Grundausbildung malte er in jeder freien Minute. Im Jahr 1918 grassierte die Spanische Grippe in Wien und forderte zahlreiche Tote.

Der Film ist spannend, brutal, gefühlvoll und unbedingt sehenswert.

 

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