Film: Milk – „Eine wahre Geschichte“

22. Februar 2009 | Von | Kategorie: Biografie, Drama, Kino

Kino Filme wie "Milk" sind spannend und informativ. Wenn sie auch noch unterhalten, um so besser.

Die Programmzeitschrift TV Spielfilm verlost regelmäßig Preview Karten für ganz unterschiedliche Kino Filme. Dabei gibt es Tierfilme wie „Die Erde“ ebenso wie Actionfilme a la Transporter 3, so dass jeder das Genre seiner Wahl finden kann.

Dieses mal gab es Karten für den Film „Milk„, der am 19.02.2009 offiziell in die deutschen Kinos kommt. Der Trailer, den ich einige Wochen vorher sah, hatte mich wenig begeistert, da es auf den unvorbereiteten Kinobesucher eher wie eine Hippie-Dokumentation wirkte. Nachdem ich die Gratiskarten gewonnen hatte, informierte ich mich etwas über Harvey Milk und den Film und war positiv überrascht.

Filme wie „Milk“ regen den Zuschauer zum Denken an

Der Film handelt von Harvey Milk, einem Angestellten aus New York, der aus Angst vor Entlassung, seine Homosexualität im Geheimen lebt. Eines Tages trifft er auf einen anderen Homosexuellen, hat sein coming out und geht nach San Francisco. Dort angekommen eröffnet er mit seinem Lebensgefährten ein Fotogeschäft, das bald zum Zentrum des Castroviertels avanciert. Milk gelingt es die Randgruppen zu organisieren, unterstützt die Gewerkschaften und wird von ihnen unterstützt.

Trotzdem dauert es mehrere Jahre und benötigt mehrere Wahlen, bis Milk der erste bekennende schwule Stadtrat Amerikas wird. Wer jetzt glaubt, dass die Gleichbehandlung gesiegt hat und der Film glücklich endet, der täuscht sich. Harvey Milk und der Bürgermeister von San Francisco werden am Ende des Filmes ermordet. Im Nachspann erfährt der Kinobesucher, dass der Mörder eine lächerlich geringe Haftstrafe absitzen mußte, es bleibt offen, welches die wahren Gründe sind, die vorgeschobenen sind haarsträubend.

Spannende Filme wie „Milk“ kommen nur relativ selten in die Kinos

Dieser Film ist so ganz anders als andere Polit Dokus, erhebt weder den mahnenden Zeigefinger noch ist er kitschig. Der Film bezieht klar Stellung, ist nicht neutral und reißt alle mit, die sich darauf einlassen. Mehr als einmal läuft es einem kalt den Rücken runter, speziell wenn man bedenkt, daß derjenige, der vor rund 30 Jahren zu seiner Homosexualität stand, nicht den Lehrerberuf ausüben durfte und auch in anderen Branchen um seinen Arbeitsplatz bangen mußte.


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