Fliegende Liebende ein Film von Almodovar

8. Juli 2013 | Von | Kategorie: Kino, Komödie

Fliegende Liebende ist der neuste Film des spanischen Altmeisters Pedro Almodovar.

Schon der Name des neusten Films des spanischen Regisseurs und Produzenten Pedro Almodóvar „Fliegende Liebende“ spaltet. Schon während des Vorspanns fühlt man sich dreißig bis vierzig Jahre in die Vergangenheit katapultiert. Der Film behält fast die ganze Zeit etwas Musical haftes und man kann sich kaum entscheiden, ob er witzig oder nur wahnsinnig albern ist. Hörte man zu Beginn des Films noch viele Lacher, ebbten diese in bestenfalls amüsiertes Schmunzeln ab und  so wurde es im Kinosaal schnell leise.

Der Film „Fliegende Liebende“ ist ein bunter siebziger Jahre Klamauk mit guter Besetzung

Die letzten Filme des Spaniers waren eher von der melodramatischen Sorte und so konnte man sich auf einen lustigen Film oder wenigstens eine Tragikomödie  im Stile „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ freuen.

„Fliegende Liebende“ ist eher grellbunter Schwulen Slapstick als Komödie. Der Spanier stellt in den meisten seiner Filme Homosexualität und Transsexualität in den Mittelpunkt, was man in seinem neusten Film eindrucksvoll bewundern kann.

„Fliegende Liebende“ startet hochgradig besetzt mit Antonio Banderas als Penélope Cruz als Rollfeldmitarbeiter, die nur eine kurze und auch keine wichtige Rolle spielen. Banderas ist der Auslöser der Probleme mit dem Fahrwerk, da er abgelenkt von Cruz vergisst, die Bremsklötze korrekt vom Flugzeug zu entfernen.

„Fliegende Liebende“ ist ein grellbuntes homosexuelles Varieté

Nach dem kurzen international besetzten Intro spielt der Film fast vollständig in dem Flugzeug. Der Flieger kreist über Spanien auf der Suche nach einer freien Landebahn. Die Passagiere der Touristenklasse wurden durch ein Schlafmittel ruhig gestellt und so wird das Ganze zu einer Art Kammerspiel.

Die Flugbegleiter sind allesamt homosexuell, der Pilot bisexuell und der Copilot verkappt schwul. Das ist der Dreh- und Angelpunkt des Films. Bis auf wenige Minuten geht es um meist homosexuellen Sex und Drogen. Während dessen sinnieren die Passagiere über das Leben und die Liebe.

Der Film ist recht unterhaltsam, wenn man nichts anspruchsvolles erwartet.


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