Philomena mit Judy Dench und Steve Coogan

17. Februar 2014 | Von | Kategorie: Drama, Kino, Komödie

Philomena ist eine sympatische Komödie, bei der einem so manches Mal das Lachen im Halse stecken bleibtPhilomena ist ein bewegender Film über ein dunkles Kapitel im katholischen Irland. Auf den ersten Blick scheint der Film nicht besonders sehenswert zu sein. Eine alte Dame sucht nach fünfzig Jahren ihren Sohn, der in den 50er Jahren in Irland zur Adoption frei gegeben wurde. Was zunächst etwas langweilig klingt, ist ein gefühlvolles Drama, dass nie kitschig wird. Dass der Film so gelungen ist, ist vor allem den Schauspielern Judy Dench, die man als M aus sieben James Bond Filmen kennt und Steve Coogan, den man eher mit Komödien in Verbindung bringt. Sie, die etwas naive streng gläubige Katholikin aus einfachen Verhältnissen trifft auf ihn, den zynischen und gebildeten Ex-Journalisten. Das ungleiche Gespann macht sich auf die Suche nach dem Sohn und stößt auf vergangene und aktuelle Missstände in der katholischen Kirche, ohne dabei über sie zu richten.

„Philomena“ ist ein gefühlvolles Drama, dass trotz allen Leids nicht den Humor verliert

Die junge Heldin wächst im katholisch-konservativen Irland der 50er Jahre auf. Auf einem Fest trifft sie einen Jungen, von dem geschwängert wird. Vor lauter Scham geben ihre Eltern Philomena ins Kloster. Dort bekommt sie ihren Sohn, den sie nur eine Stunde am Tag sehen darf. Als ihr Sohn Anthony drei Jahre alt wird, geben die Nonnen ihn zur Adoption an ein amerikanisches Ehepaar frei. Am fünfzigsten Geburtstag ihres Erstgeborenen vertraut sich Philomena ihrer Tochter an, die sich an den arbeitslosen Journalisten Martin Sixsmith wendet. Zunächst desinteressiert an einer Geschichte über ein persönliches Schicksal wird er hellhörig, als er einen riesen Skandal in der katholischen Kirche wittert.

„Philomena“ ist die wahre Geschichte der Philomena Lee, deren Sohn von hartherzigen Nonnen zur Adoption frei gegeben wird

Gemeinsam reist das ungleiche Paar nach Amerika um Anthony aufzuspüren. Auf die Spur kamen sie nicht durch die mithilfe der Nonnen, sondern durch Informationen, die Martin im örtlichen Pub aufgeschnappt hat.

Der Film ist gefühlvoll, rührt bisweilen zu Tränen und überrascht mit dezentem Humor. Diese Kombination macht den Charme des Films aus. Beide Schauspieler sind in Höchstform, spielen so zurückhaltend, dass es Spaß macht zuzuschauen.


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