Jamie Olivers Rezept: knuspriger Schweinebauch

22. November 2008 | Von | Kategorie: Fleisch, Rezept

In "Besser kochen mit Jamie Oliver" zeigt Jamie Oliver nicht nur wie man einen genialen Schweinebraten zubereitet.Wieder steht das Wochenende vor der Tür und es stellt sich die ewig gleiche Frage. Was sollen wir kochen? Für den Fall, dass man eine etwas größere Familie hat oder Gäste erwartet, gibt es eine ebenso leckere wie preiswerte Möglichkeit die Mitesser nicht nur satt sondern auch glücklich zu machen. Bei der Suche nach dem passenden Essen stieß ich auf ein Foto, dass so fantastisch aussah, dass mir das Wasser im Munde zusammen lief. Ich staunte nicht schlecht, als ich sah, dass Jamie Oliver  einen ganz profanen Schweinebauch verwendete. Allerdings wäre es nicht Jamie Oliver, wenn nicht auch dieses Gericht auf’s Leckerste veredelt wäre. Also warf ich alle Vorurteile über Bord, vertraute aufs neue Jamie Oliver und seinem Kochbuch „Besser kochen mit Jamie Oliver“ und kaufte beim örtlichen Metzger einen wunderbaren mageren Schweinebauch aus artgerechter Haltung.

Jamie Oliver bereitet einen einfachen Schweinebauch zu und macht daraus etwas Großartiges

Dieses Rezept ist relativ zeitaufwändig, aber wenn der Bauch nach kurzer Vorbereitungszeit in den vorgeheizten Backofen wandert, muß man nur noch einmal pro Stunde einen kurzen Blick darauf werfen und entweder eine Flasche Wein angießen oder das Gemüse kontrollieren. Während des insgesamt 3 stündigen Aufenthalts im Ofen, hat man genügend Zeit die Sättigungsbeilage, in unserem Fall waren es Polentarauten und eine Salsa Verde herzustellen, die Vor- und Nachspeisen zuzubereiten und das Schlachtfeld wieder aufzuräumen.

Jamie Oliver braucht nur etwas Phantasie und Zeit, um aus einfachen Dingen großartiges zu machen

Zutaten: Schweinebauch: 2 kg Schweinebauch aus artgerechter oder Bio Haltung mit Rippchen und Schwarte, 2 Eßlöffel Fenchelsamen, Salz, frisch gemahlener Pfeffer, 4 – 6 geputzte und in sechs Stücke geteilte Fenchelknollen, das fedrige Fenchelgrün, die Blättchen 1 Bunds Thymian, 5 ungeschälte Knoblauchzehen (nach Geschmack viel mehr), Olivenöl, 1 Flasche trockner Weißwein

Salsa verde: 1 geschälte Knoblauchzehe,  1 Hand voll abgetropfte Kapern, 1 Hand voll abgetropfte und kleingehackte Essiggurken, 6 feingehackte in Öl eingelegte Sardellen, 2 Bund fein gehackte glatte Petersilie, 1 Bund fein gehacktes Basilikum, 1 Bund fein gehackte Minze, 1 Eßlöffel Dijon-Senf, Rotweinessig, Olivenöl, Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Geräte: 1 Messer, 1 Schneidebrett, 1 Schüssel, 1 Bräter, 1 Teppichmesser, 1 Mörser oder Flavour Shaker

Rezept: Zunächst den Ofen maximal vorheizen. Die Schwarte mit einem sauberen Teppichmesser mit parallelen Schnitten im Abstand von 5 mm einschneiden. Die Fenchelsamen mit 1 Eßlöffel Salz fein zermalen und in das Fleisch, besonders in die Einschnitte einmassieren. Den Fenchel mit dem Thymian, dem Knoblauch und einem großzügigen  Schuß Olivenöl, Salz und Pfeffer in den Bräter geben. Das Fleisch mit der Schwarte nach oben auf das Gemüsebett legen und in den heißen Ofen schieben. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 170°C reduzieren. Das Fleisch 1 Stunde bei 170°C garen. Nach einer Stunde aus dem Ofen nehmen, das Fett abschöpfen und Wein angießen und für weitere 60 Minuten in den Ofen schieben. Jetzt den Fenchel aus dem Bräter holen und in einer Schüssel warm halten. Das Fleisch für eine weitere Stunde in den Ofen schieben, dabei wenn nötig noch etwas Wein oder Wasser angießen. Nach gut 3 Stunden sollte die Schwarte goldbraun und knusprig sein  und das Fleisch saftig auf der Zunge zergehen.  Das Fleisch 10 Minuten ruhen lassen, in der Zeit aus dem Bratensatz eine Sauce zubereiten.

Für die Salsa verde alle fein gehackten Zutaten vermischen und würzig abschmecken.

Was man dann nach rund 3 Stunden aus dem Ofen holt, überzeugt und begeistert auch verwöhnte Hobbygeniesser. Das Fenchelgemüse ist aromatisch und trotz der langen Garzeit nicht verkocht, der Schweinebauch ist saftig mit einer super krossen Schwarte die Salsa Verde wertet das Gericht zusätzlich auf, die Polenta ist die perfekt passende Sättigungsbeilage, das Highlight jedoch ist der in der Haut gebackene Knoblauch. Er läßt sich leicht aus seiner Hülle streichen und ist cremig, süß und würzig und schafft die harmonische Verbindung aller Zutaten.


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