Gewürz: Chili – die scharfen Schoten

6. Dezember 2010 | Von | Kategorie: Küche

Chili und andere Gewürze sind in Indien wichtiger Bestandteil der Küche. Aber nicht nur auf dem Subkontinent wird höllisch scharf gegessen.

Die Chili ist ein Nachtschattengewächs. Unserer Gemüsepaprika stammt von der Chili ab und ist eine Zuchtform, der man die Schärfe „ausgetrieben“ hat. Die Chili ist unter Anderem mit der Kartoffel, der Aubergine und der Tomate verwandt. Auch wenn sie eher ein Gemüse ist, wird sie als Gewürz eingesetzt und entsprechend dosiert.

Vor etwa 8500 Jahren wurde die Chili in Mexiko zum ersten Mal  gesammelt. Angebaut wird sie seit etwa 2000 bis 5000 Jahren.

Chili ist ein vielseitig einsetzbares Gewürz, von angenehm fruchtig mild bis höllisch scharf

Im 15. Jahrhundert fanden sie auf den Schiffen der spanischen Eroberer ihren Weg nach Europa. Sie wurden in Spanien von Mönchen angebaut und Anfangs als Zierpflanze und erst später als Nutzpflanze gehalten.

Die Portugiesen brachten die scharfen Schoten von Südamerika über Afrika nach Indien, von dort verbreiteten sie sich über ganz Asien.

Die Schärfe der Chili wird in Scoville gemessen. Die Skala geht von 1-10, wobei 10 der Scoville-Einheit 300.000 entspricht. 300.000 bedeutet, dass man eine (pürrierte) Chili mit der 300.000 fachen Menge Wasser verdünnen muß, damit man nichts scharfes mehr schmeckt. Diese Einteilung ist ungenau und subjektiv doch obwohl es heutzutage genauere Messverfahren gibt wird an Scoville festgehalten.


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