Pfeffer – scharfes und aromatisches Gewürz

8. November 2009 | Von | Kategorie: Gewürz, Küche

Es gibt hunderte Gewürze, doch der Pfeffer spielt eine wichtige Rolle. Es gibt verschiedene Sorten und Reifegrade. Damit passt Pfeffer zu vielen unterschiedlichen Gerichten.

Pfeffer ist die Frucht des aus Indien stammenden Pfefferstrauchs. Die Wildform der Kletterpflanze wird bis zu 10 Meter hoch, kultivierte Pfeffersträucher werden auf eine Höhe 2-3 Meter beschränkt. Die Früchte reifen in etwa 9 Monaten heran.

Pfeffer ist ein Gewürz, das in keiner Küche fehlen darf. Im Mittelalter war er unbezahlbar

Der grüne Pfeffer ist unreif geerntet und wird häufig in Salzlacke einlegt für Pfeffersaucen verwendet. Es gibt ihn auch getrocknet, dafür wird er rasch und bei hohen Temperaturen getrocknet, damit er  seine Farbe hält.  Der schwarzer, der bei uns wohl am häufigsten verwendet wird, wird ebenfalls unreif geerntet, trocknet aber langsamer und wird dafurch runzelig und schwarz. Die reifen Früchte sind rot, sind aber hierzulande nur selten im Handel, da sie nicht haltbar sind. In unserer Gegend findet man ihn überwiegend  eingelegt oder getrocknet. Der Weiße ist reifer, geschälter und getrockneter Pfeffer.

Im Mittelalter war dieses Gewürz ein begehrtes und teures Handelsgut, dessen wegen mehr als nur eine kriegerische Auseinandersetzung geführt wurde.

Viele scharfe Gewürze werden Pfeffer genannt, auch wenn sie gar nicht zu dieser Gattung zählen. Zu ähnlichen Irritationen kommt es auch im englischen Sprachgebrauch. Das Wort „Pepper“ steht sowohl für Pfeffer als auch für Paprika.

Pfeffer und Salz reichen schon aus, um ein Gericht angenehm zu würzen

Wie bei praktisch allen Gewürzen gilt auch hier, dass sie um ihr Aroma möglichst lange zu bewahren kühl, trocken und dunkel gelagert werden sollten. Also praktisch nicht dort, wo man die Gewürze benötigt, also am Herd. Die meisten Gewürze sollte man nicht zu früh ans Essen geben, da sich die Aromen verflüchtigen. Auch mag dieses ursprünglich indische Gewürz keine allzu große Hitze, weshalb man sein Steak beispielsweise erst nach dem Braten pfeffern sollte, da er sonst verbrennt und bitter wird.

Nicht nur der richtige Umgang mit den scharfen Körnern ist wichtig, sondern auch welche Sorte man kauft. Am besten lässt man sich von einem Gewürzhändler beraten, denn es gibt auch deutliche Geschmacksunterschiede. Was allerdings wichtig ist, egal wie gut das Grundprodukt ist, wenn man ihn gemahlen kauft, wird man nie erleben wieviel Aroma ein frisch gemahlener Pfeffer hat.

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