Gewürze: „Roter Pfeffer oder rosa Beeren“

30. September 2009 | Von | Kategorie: Gewürz, Küche

Gewürze machen Essen erst richtig interessant. Außerdem haben viele von ihnen eine medizinische Wirkung.

Wie ich in meinem Artikel über das Casa Rosa in Bad Homburg erwähnte, waren wir kürzlich ausgezeichnet italienisch essen.
Als Vorspeise hatten wir ein Thunfisch-Carpaccio  und Nudeln in einem Zitronensößchen. Der rohe Fisch war besonders gut, hauchdünn geschnitten und ausgezeichnet gewürzt und mit Rosa Beeren dekoriert. Dieses Gewürz, die Beeren des Brasilianischen Pfefferbaums,  gibt es wahlweise in Essiglake eingelegten oder getrocknet. Sie liefern ein zartes, leicht süßliches Aroma.

Gewürze machen aus einem Essen ein besonderes Erlebnis

Diese Vorspeise hat uns wieder auf den Geschmack des rosa Gewürzes gebracht, so dass ich bereits am Tag darauf nach Frankfurt gefahren bin und uns ein Gläschen der getrockneten Beeren, die trotz ihres Namens nicht zur Familie der Pfeffer gehören, zu kaufen. Die rosa Beeren werden oft bunten Pfeffermischungen aus schwarzem, weißem und grünem Pfeffer beigefügt, wo ihr zartes Aroma vermutlich völlig untergeht. Sie werden als Ersatz für den reifen und damit roten Pfeffer genommen, der relativ leicht verdirbt und nur selten bei uns im Handel auftaucht.
Über den Sinn und Unsinn der Verwendung der rosa Beeren in der Küche kann man unterschiedlicher Meinung sein. Geschmacklich bringen sie sicher nicht viel, nur für milde Gerichte sind sie überhaupt geeignet, da sie nur ein sehr dezentes Aroma haben.

Insbesondere für Fischgerichte lassen sie sich aber sinnvoll einsetzen. Als Dekoelement sieht es ganz anders aus. Einige rosa Beeren in Kombination mit etwas schwarzem Salz „motzen“ ganz schnell einfache Fischgerichte auf. Ein Stück gegrillter Fisch, gebratene Jacobsmuscheln oder roher Thunfisch profitieren geschmacklich und optisch von diesem Duo. Bei einem Eintopf wäre es vergebliche Liebesmüh.

Gewürze wie rosa Beeren sind nicht nur Würze sondern auch Deko

In alten Kochbüchern liest man immer noch, das etwas größere Mengen der Beeren schädlich seien, doch kommen die dafür verantwortlichen Stoffe in der getrockneten Beere nur in winzigen und untoxischen Dosen vor. Man vermutet heute, dass die Beeren eher nicht giftig sind, sondern dass empfindliche Menschen eventuell allergisch auf die Beeren reagieren. In der Regel handelt es sich vor Allem und Schleimhautreizungen.


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