Restaurant: „City Marktcafe“ in Neustadt

14. August 2009 | Von | Kategorie: International, Restaurant

Würde in Restaurants so gekocht, wie es die beiden italienischen Köche zeigen, würde man keine Enttäuschungen mehr erleben.

Neulich hat mich eine Geschäftsreise nach über 30 Jahren nach Neustadt an der Weinstraße verschlagen. Obwohl mir noch einige Gassen in der Fußgängerzone bekannt vorkamen, erkannte ich jedoch kein einziges Lokal mehr wieder. Ich war daher auf meinen Instinkt angewiesen.

Restaurants wie das „City Marktcafe“ können mit einer einfachen aber ehrlichen Küche am Markt bestehen

Die Stadt wirkte Mitte August 2009 ziemlich leer. Naja, ist halt Urlaubszeit, aber allzu viele Touristen waren auch nicht auszumachen. Nachdem ich an vielen gähnend leeren Lokalen vorbeigekommen war, landete ich auf dem Marktplatz. Rund um die Kirche waren auch einige nett anzusehende Lokale mit einer ansehnlichen Anzahl an Publikum vertreten.

Kurzentschlossen bin ich im City Marktcafe gelandet und bestellte, nachdem ich in dem nicht allzu voll besetzten Lokal mehr als 20 Minuten gewartet hatte, ein Puten Steak „Neustadt“ und ein Dunkelbier. Ich muss sagen, das Bier war fantastisch, das war es aber schon. Das Puten Steak lag auf dem Teller auf einer Öllache und war mit einer undefinierbaren Pilzsauce überdeckt, die zudem noch mit Käse kaschiert war. Das Puten Steak war zäh wie Leder und lies sich kaum schneiden. Das Beste waren noch die Pommes. Mein Appetit war mir somit schnell vergangen und zum Glück hatte ich ja noch mein Dunkelbier und einen Salat. Leider war dieser mit geschmacksneutralen Tomaten und Gurken dekoriert, so dass ich hiervon auch schnell die Nase voll hatte.

Restaurants wie das „City Marktcafe“ in Tourismus Gegenden sollten so arbeiten, dass Gäste wiederkommen wollen

Nach der obligatorischen Frage der Kellnerin, „Wie hat’s etwa nicht geschmeckt?“,  habe ich vorsichtig meinen Unmut bekundet und musste nur die Hälfte bezahlen. Wenn ich solch ein Essen vorgesetzt bekomme, frage ich mich unweigerlich: „Welchen Beruf hat der „Koch“ ursprünglich gelernt?“ Jeder durchschnittlich talentierten Hausfrau wäre es peinlich, ihren Gästen so etwas zu servieren und die nimmt nicht einmal Geld dafür. Solange es noch solche Restaurants gibt, haben Köche wie Christian Rach ihre Aufgabe noch nicht vollständig erfüllt. Zum Glück für den hungrigen Besucher Neustadts gibt es auch positive Beispiele an der Weinstraße, wie das griechische Restaurant Mythos.


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