Restaurant: „Ivory Club“ – Colonial Cuisine

29. November 2009 | Von | Kategorie: International, Restaurant

Das Restaurant "Ivory Club" bietet gehobene indisch inspirierte Küche.

Gestern trat ein eher seltenes Ereignis ein. Ich hatte keine Lust zu kochen, da ich den ganzen Vormittag  gearbeitet hatte und zu müde war, mir Gedanken über ein nettes Abendessen zu machen, geschweige die dazugehörigen Zutaten dafür einzukaufen. Schon seit längerem hatten wir die etwas vage Idee in den Ivory Club in Frankfurt zu gehen. Da wir nur ungefähr wussten wo dieser ist und keine Vorstellung davon hatten, welche Art von Essen dort angeboten wird, habe ich das Restaurant gegoogelt. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als auf der Website des Ivory Clubs auch der Link zum Zenzakan war, dass wir vor zwei Wochen besucht hatten. Dieser Zusammenhang hat uns zunächst kurz zögern lassen, aber wir wollten der Küche eine zweite Chance geben. Bei der räumlichen Nähe, könnte der Gast auf die Idee kommen, dass das Essen beider Restaurants aus ein und derselben Küche stammt.

Das Restaurant „Ivory Club“ bietet hochpreisige indisch inspirierte Küche

Die Fotos auf der Website des Ivory Clubs sahen sehr chic und stylish aus, die Foodfotos waren vielversprechend auch schien es hier nicht so dunkel zu sein, wie in dem Asiarestaurant. Der Ivory Club bietet eine indisch inspirierte Küche an und ein Blick auf die online Speisekarte sah verlockend aus.
Allen Vorurteilen zum Trotz rief ich am Samstag gegen 17:30 im Restaurant an, um einen Tisch für zwei Personen um 20:00 zu reservieren. Die sehr freundliche Mitarbeiterin bot uns einen Tisch entweder im Raucherbereich oder in der Lounge an. Der der Raucherbereich definitiv nicht in Frage kommt, entschied ich mich für den Loungebereich, der laut Mitarbeiterin genauso schön eingedeckt ist, wie das Restaurant und auch über die gleiche Karte verfügt.

So erreichten wir pünktlich zu Fuß den beeindruckenden Eingang des Restaurants, der von zwei riesige Stoßzähnen und brennenden Fackeln flankiert wird. In dem gut besetzten Restaurant wurden uns von einer freundlichen Dame sofort die Mäntel abgenommen, bevor uns eine Kollegin an unseren Tisch führte. Unser Tisch in der Lounge  ist klein und hoch, aber schön eingedeckt und vor Allem strategisch günstig gelegen. Wir saßen direkt neben dem gläsernen Windfang, durch den wir einen unverbauten Blick auf die Straße und die ankommenden Gäste hatten. Die Lounge stellte sich als die angenehm lebhafte Bar heraus, in der eine handvoll Tische standen. Kaum hatten wir Platz genommen, kam eine sympathische Kellnerin, reichte uns die Karte und bot uns einen Aperitif und Wasser an.

Das Restaurant „Ivory Club“ ist sehr stylisch im Kolonialstil eingerichtet

Die Karte, die vor Allem indisch inspirierte ist, hat den richtigen Umfang, trotzdem war die Wahl nicht ganz einfach, was dieses mal allerdings nicht an der Beleuchtung lag, wie im Zenzakan. Nach einigen Minuten hatten wir gewählt und bestellten eine Krustentiersuppe, Papadam mit 3 Dipps, Tandoori chicken und Tandoori Tomahawk (Lammchops).
Nach kurzer Zeit wurden die Vorspeisen serviert, die eigentlich ganz lecker waren. Die Papadams waren zart und knusprig, die Dipps aromatisch, doch leider viel zu wenig. Eigentlich wäre das perfekt als „Gruß aus der Küche“, doch für €9.90 etwas dürftig. Die Suppe war lecker, doch ähnelte sie nach meiner Meinung geschmacklich hochwertigen Fertigprodukten. Was allerdings sehr nervig war, war der Löffel. Die Suppe wurde sehr chic in einem asiatischen Porzellanschälchen serviert, die Garnele in knusprig frittierter Hülle lag auf einem separaten Tellerchen, das Ganze auf einem schmalen schwarzen Tablett angerichtet, das einzige Problem war der Porzellanlöffel, der das anständige Essen ohne schlürfen und kleckern erschwert. Die Hauptgerichte waren sehr reichlich bemessen, der Reis war gut gekocht, die Saucen waren aromatisch und das Fleisch scharf. Die Hauptgerichte waren gut, aber nichts Besonderes, dafür aber ziemlich hochpreisig.

Die Zeit zwischen den Gängen haben wir uns mit dem Blick auf die Straße verkürzt. Die sympathischen Männer vor der Tür waren für das Valet Parking zuständig und wurde an diesem Abend reichlich genutzt. Am Samstag fuhren alle Automarken von Rang und Namen vor, angefangen bei  Porsche bis hin zu einem dezenten Aston Martin. Entsprechend war dann auch das gut gelaunte Publikum.

Das Beste am Ivory Club ist das Ambiente. Eingerichtet wie man sich das  Haus eines höheren Colonialbeamten vorstellt, viel dunkles Holz, gedämpftes Licht eine erstklassig sortierte Bar.

Wer für sich und seine Clique ein stylishes Restaurant sucht in dem man sieht und gesehen wird, mit einer tollen Bar und  nicht allzu viel Wert auf die Küche legt, für den ist der Ivory Club genau das Richtige.


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