Restaurant: Maredo auf Frankfurts Fressgass

6. Februar 2012 | Von | Kategorie: Restaurant

Wenn ich schon Steaks im Restaurant esse, dann müssen sie erstklassig sein, sonst grill ich sie lieber selbst

Wollte man früher ein Steak essen, ging man ohne groß zu überlegen zu Churrasco oder ins Maredo. Hier konnte man ohne Risiko ein Stück Fleisch essen und sogar Vegetarier waren wegen der großen Salatauswahl gern zu Gast.

Mittlerweile gibt es die Churrasco Steak Restaurants nicht mehr und Maredo könnte der Platzhirsch sein, wenn die Qualität besser oder wenigstens stabil geblieben wäre. Über die Jahre hatte ich immer öfter das Gefühl, dass die Steaks nicht mehr über das Mittelmaß hinauskommen.

In einem Restaurant müssen Qualität des Essens, Service und Preis stimmen

Letzten Freitag haben wir uns ohne groß darüber nachzudenken dafür eintschieden bei Maredo auf der Fressgass zu essen. Wie sich herausgestellt hat, war das nicht unsere beste Idee.

Die Stadt war für einen Freitagabend angenehm belebt, das Lokal dagegen zu leer. Das hätten wir als Warnung erkennen sollen, haben wir aber nicht.

Eine nette Kellnerin fragte uns, wo wir sitzen wollten und nachdem wir auf den hinteren Teil des Restaurants zeigten, deutete sie in die Richtung und wir mussten uns dann selbst einen Tisch suchen. Wir blickten kurz in die Karte und nach wenigen Minuten kam unser Kellner um die Bestellung aufzunehmen. Die Bestellung ein Rib-Eye-Steak mit Knoblauchbrot und Sauce nach Art Béarnaise und Lammrückensteaks mit Spinat.

In einem Restaurant darf ich guten Service und gutes Essen erwarten

Mit den Getränken kam ein Brotkorb mit Kräuterquark. Der Quark war neutral und über das Brot rede ich besser gar nicht erst. Dann kam das Fleisch. Die Lammrückensteaks sahen auf den ersten Blick gut aus. Drei nette kleine Fleischstücke, allen gemein war dass sie hart waren. Das Erste war leicht rosa, das zweite kaum und das dritte war grau. Dieses Ergebnis erziele ich am heimischen Herd, wenn ich tiefgekühltes Fleisch unsachgemäß mit zu viel Hitze auftaue und dann kurz brate.  Der dazu bestellte Salat vom Buffet war viel zu kalt.

Das Rib-Eye-Steak war wie bestellt medium gebraten. Leider gab es einige unschöne und vor Allem bittere verbrannte Stellen und sehr viel Fett. Ein Steak dieses Schnittes kann auch anders aussehen. Die Sauce nach Art Béarnaise war glibberig und hatte keine saucig-cremige Konsistenz. Zu guter Letzt das Knobibrot, das war eigentlich fast immer gut. Beim letzten Mal etwas verbrannt war es diesesmal eher das Gegenteil. Als Laie erinnerte mich das Brot optisch an einen Backling. Leider war dieser leichenblass und wirkte kaum durchgebacken.

Nach Reklamation des Lamms wurde uns angeboten, ein Neues zu servieren, was wir aus Zeitgründen ablehnen mussten. So ging der folgende Espresso aufs Haus. In einem Restaurant dieser Preislage hätte ich erwartet, dass das Lamm nicht berechnet wird.  So haben wir für die sehr mäßige Küchenleistung inklusive Trinkgeld 50,- Euro bezahlt. Lieber hätte ich etwas mehr bezahlt und mich dafür nicht geärgert.


Schlagworte:

2 Kommentare auf "Restaurant: Maredo auf Frankfurts Fressgass"

  1. Heike sagt:

    Das ist natürlich bescheiden, aber ich war tatsächlich schon sehr lang nicht mehr bei Maredo – und hab’s auch nicht vor 🙂

    Beim Rib-Eye muss ich dir allerdings widersprechen: Fett daran, eigentlich bei allen Steaks, ist eher ein Qualitätsmerkmal. Man muss es ja nicht mitessen. Für Saftigkeit und Geschmack ist es aber entscheidend 🙂

    • admin sagt:

      Mit dem Rib eye hast Du recht. Aber das Stück wirkte, als wäre es erschossen worden und es hatte übermäßig Fett und Sehnen. Ich mag durchaus das Fettauge oder einen Fettrand, da er das Fleisch saftig hält, sonst hätte ich nicht dieses Steak bestellt.

Schreibe einen Kommentar