Restaurant: New Brick – Kalifornische Küche

29. Mai 2010 | Von | Kategorie: Fine Dining, Restaurant

Rezepte aus der Sonne Kaliforniens sollten im Restaurant am Main so schmecken wie am Pazifik.

Wieder mal gehen wir mit CityDeal Gutschein in ein Restaurant. Diesesmal haben wir uns für das kalifornisch inspirierte Restaurant New Brick entschieden. Eigentlich gab es die Gutscheine bereits Anfang des Jahres, doch erst heute haben wir es geschafft. Nicht nur das es schwierig war, unsere Clique unter einen Hut zu bringen, auch die Tischreservierung gestaltete sich als unerwartet schwierig.

Im Restaurant sollte das Gesamtpaket stimmen, Essen, Service und der Preis müssen im Verhältnis stehen

Am Freitag konnten wir uns auf Samstag verständigen, also riefen wir gut gelaunt im zum Lindner Hotel gehörenden Restaurant an, um für den nächsten Abend zu reservieren. Eine höfliche Mitarbeiterin erklärte uns, dass es ganz schlecht aussehe, da sie noch auf die Bestätigung einer größeren Gruppe warte. Sie würde uns sofort anrufen, wenn sie genaueres sagen könne.

Etwa eine Stunde später wurde uns der Tisch abgesagt. Der junge Mann, der uns dies mitteilte, bot uns die Alternative, um 18:00 zu essen, wir müssten aber pünktlich um 19:00 den Tisch verlassen. Wie schnell soll ich mein Essen eigentlich herunterschlingen? Dann kann ich auch zu Burger King und Co. gehen.

Also das Ganze mit unseren Freunden abgeklärt, auf Sonntag vertagt und reserviert. Der Start war holprig, da kann es hoffentlich nur besser werden.

Das Restaurant New Brick ist besonders mit der offenen Showküche sehr schick

Sonntag, 18:55, wir stehen vor einem verschlossenen Rolltor, drücken eine Klingel, Rolltor öffnet sich und wir nähern uns der Schranke einer Tiefgarage. Die Garage ist nur mäßig gefüllt, kein Problem einen Parkplatz zu finden. Wir folgen der Ausschilderung in Richtung Restaurant und müssen wieder klingeln. Etwas verunsichert, ob wir auf dem richtigen Weg zum New Brick sind, standen wir unvermutet vor einem kleinen, relativ leeren Gastraum.

Ein Kellner brachte uns an unseren Tisch, seine Kollegin nahm uns die Jacken ab. Unser Tisch machte etwa die Hälfte aller Gäste aus und war hervorragend gelaunt. Leider war der Kellner sehr vornehm und machte den Spaß nicht richtig mit.

Wir erhielten die Karten und wurden nach einem Aperitif gefragt. Da wir uns die ganze Zeit angeregt unterhielten, dauerte es relativ lange, bis wir unsere Wahl getroffen hatten. Kaum hatten wir geordert, erhielten wir Brot, Olivenöl, Salz und Tomatenbutter, gefolgt von einem „Gruß aus der Küche“, in diesem Fall ein Spargelsalat. Das kleine Glas, in dem er serviert wurde, war leider so winzig, dass es eine Herausforderung war, ihn kleckerfrei zu essen.

Recht unterhaltsam ist die offene Showküche, in der es irgendwie unheimlich still zuging. Keine Gespräche, kaum ein Geräusch, nur einmal schepperte eine Pfanne. Fleißig richteten die Köche unsere Teller an, die unser Kellner servierte. Die verschiedenen Teller waren kunstvoll angerichtet. Der Geschmack sämtlicher Essen war gut, leider waren die bestellten Fische auf den nicht vorgewärmten Tellern kalt. Da kein Kellner in Reichweite war, trugen wir die Teller persönlich in die Küche, um das Essen  erwärmen zu lassen. In einem Restaurant wie dem New Brick ein no go, zumal die Küche definitiv keinen Stress hatte.

Die Desserts waren in Ordnung. Alles in allem war der Abend zwar schön, aber für das Gebotene zu teuer. Leider war auch der Service sehr steif, was genervt hätte, wenn wir nicht in einer sehr lustigen Gruppe zusammengesessen hätten.

Beim Bezahlen wurde es nochmal nervig, da uns der Kellner mitteilte, dass er nur einen Gutschein pro zwei Personen akzeptieren würde. Er meinte zwar, dass er uns am Telefon besser darauf hingewiesen hätte, aber dass er es wohl vergessen habe.

Das positive Ende dieser Geschichte: CityDeal hat auf unsere Nachfrage eingeräumt, dass die Bedingungen nicht eindeutig waren und erstattet uns drei der sechs Gutscheine zurück. Kulant!

Was uns dann noch etwas die Laune verhagelt hat, war der horrende Parkhauspreis. Geschlagene € 8,20 haben wir pro Auto bezahlt, das erscheint doch recht hoch.


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