Sonntagsbrunch im Sheraton Hotel Offenbach

22. November 2008 | Von | Kategorie: International, Restaurant

Sonntagsbrunch ist eine nette Idee auch für zu Hause

Offenbach gilt nicht gerade als die Perle des Rhein-Main-Gebiets. Die Lederwarenstadt galt immer als die etwas schmuddelige Schwester Frankfurts. In den letzten Jahren hat sich Offenbach allerdings gemausert und das insbesondere im Innenstadtbereich rund um das Büsingpalais.

Sonntagsbrunch im Rhein Main Gebiet ist vielfältig, von rustikal bis gediegen

Direkt neben Palais und Park liegt das Sheraton Hotel, dessen Restaurant „Pure“ direkt an den Büsing Park grenzt.

Wie die meisten internationalen Hotels, so bietet auch das Sheraton ab 12:00 Uhr einen Sonntagsbrunch. Für 33,- pro Person bzw. 16,- für Kinder bis 14 Jahre, findet man eine reiche Auswahl an kalten und warmen Speisen. Im Preis inbegriffen sind auch ein Glas Sekt oder Orangensaft und Heißgetränke.
Die Auswahl ist gehobener Standard, wobei die Sushi nicht die Qualität der kleinen Japan-Röllchen vom Sushimoto oder Kinya in Frankfurt erreichen. Das Vitello tonnato ist etwas zu wässrig, dafür ist der Lachs tadellos. Bei den Hauptspeisen ist der gratinierte Hummer hervorzuheben, der leider teilweise etwas zu trocken geriet. Neben den Krustentieren war auch Fisch, Lamm und Kalb im Angebot. Als Beilagen gab es Reis, Rosmarinkartoffeln, grünen Spargel und Blumenkohl im Backteig. Das Dessert Buffet wartete mit Klassikern wie Apfelstrudel, Obsttörtchen, Tiramisu, Obstsalat, Topfenmus und Käseplatte auf, so dass jeder den richtigen Abschluß finden konnte. Bis hierhin unterscheidet sich der Sonntagsbrunch im Sheraton nicht von dem in anderen Hotels. Was das Essen in diesem Haus so angenehm macht, ist die Tatsache, dass es kein nerviges Gedudel vom Band gibt, sondern das sich das Sheraton einen Pianisten leistet. Das Essen wird Sonntags von 12:00-14:00 Uhr von Jan Dugge auf dem Klavier musikalisch begleitet. Der studierte Musiker und Komponist von Filmmusiken unterhält die Gäste mit einem großen Repertoir an Klavierstücken, die er auch sehr angenehm gesanglich begleitete. Der einzige Wehrmutstropfen ist, daß er keinen Flügel zur Verfügung hat, der sowohl klanglich als auch optisch noch besser in das stilvolle Restaurant passen würde.

Ein Sonntagsbrunch ist eine angenehme Kombination aus Frühstück und Mittagessen

Ergänzung: Meine positive Bewertung bezog sich auf einen Brunch, als das Angebot in diesem Hotel noch sehr neu und das gesamte Personal noch sehr bemüht war. Über die Sushi Röllchen müssen wir nicht reden, die waren auch damals schlechter Durchschnitt, obwohl ich in Frankfurt und in Bad Homburg noch schlechtere gegessen habe. Das aus den gebackenen Hummern, die immer wieder nachgelegt wurden, altersschwache Shrimp und die Desserts nicht nachgelegt wurden kann für ein Sonntagsbrunch Angebot allerdings der Todesstoß sein, da die Konkurrenz im Rhein Main Gebiet groß ist und nicht schläft. Bei unserem Besuch war der Service zwar nicht herausragend, doch vernünftiger Durchschnitt. Zum Pianisten ist zu sagen, dass ich ihn auch schon in anderem Zusammenhang gehört habe und er immer für gute und angenehme Unterhaltung gesorgt hat. Ob man auf einem E-Piano ein Niveau erreichen kann, dass über ein Dorffest hinausgeht bezweifel ich, als wir ihn gehört haben, hatte er ein „richtiges“ Klavier zur Verfügung, welches sicher besser ist als die E-Variante.


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3 Kommentare auf "Sonntagsbrunch im Sheraton Hotel Offenbach"

  1. Lena sagt:

    Der o.g. Text ist eine PR-Anzeige von professionellen Werbeleuten und hat mit einer realistischen Beschreibung des Brunches rein gar nichts zu tun. Das Buffet ist bei weitem nicht ausreichend belegt, teurere Köstlichkeiten werden nicht nachgelegt und in paar altersschwache Shrimps als Krustentiere zu bezeichnen ist echt abenteuerlich. Die Qualität der gesamten Speisen ist weit unter dem Durchschnitt und noch viel weiter von dem entfernt, was man für den Preis erwarten können müßte. Der Service ist unfreundlich und unambitioniert. Das Sushi verdient seine Bezeichnung nicht. Wir haben noch nie schlechteres Sushi gegessen, und hatten in einem Hotel schon keine hohen Erwartungen und selbst die wurden unterboten. Das Dessertbuffet hatte wenig zu bieten, und war schnell abgegessen ohne nachgelegt zu werden, daß unsere komplette Gesellschaft bereits um kurz nach 13.00 Uhr kein Desssert mehr bekam. Der super-Pianist klimpert unambizioniert auf dem E-Piano ein paar Liedchen herunter, die zumeist Familien-Feier-Niveau hatten. Wir gehen jeden Sonntag im Rhein-Main-Gebiet brunchen, aber schlechter haben wir noch nie gesessen und gegessen.

    • admin sagt:

      Der Text ist mitnichten eine PR Aktion, wäre es eine, so hätte ich Geld verlangt, ich kann aber Versichern, dass ich keinen Cent gesehen habe. Genauso wie ich es geschrieben habe , haben wir es erlebt.
      Warum reklamieren Sie nicht schriftlich beim Hotelmanager Essen und Service, ich habe damit bei Mövenpick sehr gute Erfahrungen gemacht. Eigentlich sollte der Manager wissen was in seinem Haus vor sich geht, aber unterstellen wir zu seinen Gunsten, dass er keine Ahnung hat, dann wäre es nur fair, wenn man ihn aufklärt und ihm die Chance gibt, zu beweisen, dass er es besser kann.

  2. Florian sagt:

    Kann mich nur der Meinung anschließen, der Brunch ist einfach überteuert und die Auswahl ist nicht ausreichend. Waren jedenfalls für den Preis sehr enttäuscht, es sind noch nicht einmal Getränke inkludiert. Der Kaffee war nicht gut. Also lieber den WEg in die Nachbarstadt auf sich nehmen.

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