Telekom: Schwer nachvollziehbare Tarife

24. September 2009 | Von | Kategorie: Technik

Möchte man bestimmte Handy Funktionen nutzen, ist man auf die Telekom angewiesen. Günstig ist das nicht.

Das iPhone von Apple gibt es in Deutschland exklusiv bei der Telekom. Das bringt den „rosa Riesen“ quasi in eine Monopolstellung. Diejenigen, die etwas älter sind können sich noch an die „gute alte Post“ erinnern, die damals für alle Arten der Kommunikation zuständig waren. Der damalige „gelbe Riese“ war sowohl für die Paket- als auch für die Briefbeförderung und für das Telefonnetz zuständig. Das wäre nicht schlimm, wenn das nicht schamlos ausgenutzt worden wäre. Damals waren e-mail und skype ein Fremdwort und wer telefonieren wollte kam um das Staatsunternehmen nicht herum. Damals kostete ein ein minütiges Telefonat mit dem Onkel in den USA 5,- Mark und zwar pro Minute. Irgendwann wurde der Telefonmarkt liberalisiert und so strömten langsam Konkurrenten der Telekom auf den heiß umkämpften Markt.

Konkurrenz belebt bei der Telekom nicht  das Geschäft

Nach jahrelangem Gejammer der damaligen Post, das die Kosten die Preise rechtfertigen würden, senkte der ehemalige Monopolist schnell die Preise, als klar wurde, dass die Konkurrenten sich am Markt halten würden. Wer heute mit den USA telefonieren will, zahlt zwischen 2 und 25 Cent pro Minute. Da kann man sich als Kunde schon verschaukelt vorkommen, da man sich als unbedarfter Laie fragt, ob wir früher massiv abgezogen wurden.

Nutzt die Telekom ihre Position aus?

Nun zurück in die Gegenwart. Dass es das IPhone exklusiv bei T-Mobile gibt, ist im Prinzip so etwas ähnliches wie ein Monopol. Wenn ich das amerikanische Kulthandy, dass oft kopiert doch nie erreicht wurde, haben und im vollen Umfang nutzen möchte, komme ich an dem ehemaligen Staatsbetrieb nicht vorbei. Man kann das Handy allerdings auch bei anderen Quellen ohne Sim-Lock besorgen.

Hat man das alte 3G und dieses bereits auf 3.1 upgedated, lässt sich das iPone plötzlich nicht mehr als Modem nutzen, außer man ist Kunde bei T-Mobile.

Soweit wäre es eigentlich noch in Ordnung, obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass es erlaubt ist, dass man Firmen, die eine Leistung anbieten können und eigentlich auch dürfen, technisch daran zu hindern, dies auch zu tun. Eigentlich geht es nur darum, das andere Anbieter als T-Mobile eine bestimmte signierte Konfigurationsdatei erhalten müssten, damit das iPhone 3G wieder als Datenmodem nutzbar ist. Diese scheinen sie aber nicht zu bekommen.

Ein „hübscher“ Nebeneffekt ist, dass, da es in diesem Bereich keine Konkurrenz gibt, T-Mobile nochmals mindestens 20,- Euro zusätzliche Grundgebühr verlangt,   wenn man das iPhone als Modem nutzt, darin sind allerdings sagenhafte 3 Gigabyte Datenvolumen enthalten.
Das Internet ist voll von Beschwerden über dieses Geschäftsgebaren, bei Facebook wurde schon eine Protestgruppe gegründet und sogar die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat diesem Thema einen Artikel gewidmet. Solch ein Verhalten  wie es T-Mobile und leider auch Apple an den Tag legen, erinnert doch sehr an die Zeiten, als die „gute alte Post“ eine allmächtige Monopolstellung einnahm.


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